Samstag, 25. März 2017

25.03.2017 - Verachtung

Die gutgemeinte Trivialitäten von pseudo-intellektuellen Pfarrer*innen, Prediger*innen und Sozialarbeiter*innen für die Unterschichten ... damit propagieren sie ihre arbeitsplatzsichernde Leistungsnachweise für kirchensteuererhaltende Volkstümlichkeit ...verwischen aber nur ihre Nicht-Betrachtung ihrer Mit-Christen ohne Abitur und nicht-akademische Berufen ... und machen damit Ihre tiefe Verachtung für diese Schäfchen, die sie hüten müssten.
 

Hausbesuche von (protestantischen) Pfarrer*innen - die grünlich/sozialistisch sind - werden nur an Unternehmern, Bankern, vermögenden Handwerkern, Akademikern, Lehrern, Sozialarbeitern gemacht - die in eigenen Häusern und Eigentumswohnungen und teuren Mietwohnungen wohnen.
 

Deshalb frage ich mich: Sind diese Unterschichten-Schäfchen eigentlich total verblödet, dass sie solche geistliche Nahrung zu schlucken, die ihre Liberal-Pfarrer*innen vorsitzen? Oder schmeichelt es vor allem dem Selbstgefühl der (sich mit geringem intellektuellem Aufwand als Wissende inszenierenden) Medienkleriker?
 

Denn ... Ratschläge dieser „Qualität“ werden in hunderten Radiowecker-Sendungen, Frauenzeitschriften, Ratgeberbroschüren, von Tante Frieda und Onkel Fliege landauf im Gratis- oder Billigangebot verbreitet.
 

Das stört die pastoralen Animateure gar nicht, denn sie betrachten die Gläubigen aus der hohen Warte des progressiven Pädagogen, der seine unmündigen Zöglinge lebenslang zu erziehen zu haben.
 

Die geistliche Entsprechung zum Mutti-Staat. Diese Haltung motiviert dann die besonders Beweglichen, den Aufstieg in die nächsthöhere Etage der Kleriker-Hierarchie anzugehen: Auge in Auge mit den politisch Mächtigen (Prälaten, Dekane, Geschäftsführer in der Sozial-Industrien der Kirchen, etc.).
 

Denn neben dem pädagogischen Allerlei aus der zweiten Reihe für jede und jeden gibt es auch noch die selbsterhöhende Berufung zu idealer Politik.
Kant – ewiger Friede! Gandhi – Pazifismus pur! Häuptling Seattle – „Die Erde ist unsere Mutter!“ Das sind die wahren Heiligen dieses „Glaubens“. 


In ihrer reinsten Gestalt verkörpert dieses Schwärmerei-Syndrom die Charismatikerin, die Prophetin, die Fastkandidatin für die Bundespräsidentschaft: Bischöfin a.D. und Dr. h.c. Margot Käßmann. 

Sie tourt als „Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017“ durch Kontinente und deutsche Lande, diskutiert mit Gregor Gysi über Weltveränderung, mit zahllosen Frauen über Frauen, mit ausländischen Gästen über interkulturellen Dialog, und immer wieder über ihr spektakuläres – wenngleich noch seiner praktischen Umsetzung harrendes – Friedenskonzept: „Wir sollten versuchen, den Terroristen mit Beten und Liebe zu begegnen.“ (März 2016)

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