Jürgen Klopp, der Boulevard-Fußball-Trainer,
Werbe-Figur und komischer Dummschwätzer: „Ich mag Luther, weil er für
die Unterprivilegierten und Ausgeschlossenen gekämpft hat.“
Kleine
Anmerkung: Mit Ausnahme der Bauern, gegen die Luther in seiner Schrift
„Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ wütete: „Man
soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich wie
einen tollen Hund erschlagen.“
Mit Ausnahme der Juden, die er für die
„Synagoge Satans“ hielt und für die „Grundsuppe aller losen, bösen
Buben, aus aller Welt zusammengeflossen“, die sich „wie Tataren und
Zigeuner“ zusammengerottet haben, um die christlichen Länder
auszukundschaften und zu verraten, Wasser zu vergiften, Kinder zu
stehlen und hinterhältig allerlei Schaden anzurichten. Sie begängen wie
die Assassinen Meuchelmorde an christlichen Regenten, um sich deren
Gebiete anzueignen.
Mit Ausnahme der Hexen, die „getötet werden sollen,
weil sie Diebe sind, Ehebrecher, Räuber, Mörder … Sie schaden
mannigfaltig. Also sollen sie getötet werden, nicht allein weil sie
schaden, sondern auch, weil sie Umgang mit dem Satan haben.“
Mit
Ausnahme von behindert geborenen Kindern, die er für „Wechselbälger“ und
„Teufelsgeburten“ ohne Seele hielt. NS-Ärzte beriefen sich bei ihren
Euthanasie-Tötungen auf Luther. Aber ich weiß natürlich: Für den
unterprivilegierten „christlichen Adel deutscher Nation“ ist er schon
tapfer in die Bütt gestiegen!
... Kassels Bischof Hein verkündete
November 2016 vor der Landessynode in Hofgeismar, „dass Christen, Juden
und Muslime zu demselben Gott beten“. In Saudi-Arabien würde er dafür
möglicherweise öffentlich ausgepeitscht, in der IS Hauptstadt Raqqa
geköpft, und auch einige namhafte evangelikale Prediger attackierten
diese Auffassung vehement. Luther hatte dem protestantische Bischof mit
Gewaltandrohung kräftig den Kopf gewaschen.
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