Freitag, 24. März 2017

24.03.2017 - Hetzer

Jürgen Klopp, der Boulevard-Fußball-Trainer, Werbe-Figur und komischer Dummschwätzer: „Ich mag Luther, weil er für die Unterprivilegierten und Ausgeschlossenen gekämpft hat.“ 

Kleine Anmerkung: Mit Ausnahme der Bauern, gegen die Luther in seiner Schrift „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ wütete: „Man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich wie einen tollen Hund erschlagen.“ 

Mit Ausnahme der Juden, die er für die „Synagoge Satans“ hielt und für die „Grundsuppe aller losen, bösen Buben, aus aller Welt zusammengeflossen“, die sich „wie Tataren und Zigeuner“ zusammengerottet haben, um die christlichen Länder auszukundschaften und zu verraten, Wasser zu vergiften, Kinder zu stehlen und hinterhältig allerlei Schaden anzurichten. Sie begängen wie die Assassinen Meuchelmorde an christlichen Regenten, um sich deren Gebiete anzueignen. 

Mit Ausnahme der Hexen, die „getötet werden sollen, weil sie Diebe sind, Ehebrecher, Räuber, Mörder … Sie schaden mannigfaltig. Also sollen sie getötet werden, nicht allein weil sie schaden, sondern auch, weil sie Umgang mit dem Satan haben.“ 

Mit Ausnahme von behindert geborenen Kindern, die er für „Wechselbälger“ und „Teufelsgeburten“ ohne Seele hielt. NS-Ärzte beriefen sich bei ihren Euthanasie-Tötungen auf Luther. Aber ich weiß natürlich: Für den unterprivilegierten „christlichen Adel deutscher Nation“ ist er schon tapfer in die Bütt gestiegen!
 

... Kassels Bischof Hein verkündete November 2016 vor der Landessynode in Hofgeismar, „dass Christen, Juden und Muslime zu demselben Gott beten“. In Saudi-Arabien würde er dafür möglicherweise öffentlich ausgepeitscht, in der IS Hauptstadt Raqqa geköpft, und auch einige namhafte evangelikale Prediger attackierten diese Auffassung vehement. Luther hatte dem protestantische Bischof mit Gewaltandrohung kräftig den Kopf gewaschen.

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