Samstag, 18. März 2017

17.03.2017 - WDR

Anlässlich der Wahl in Holland strahlte der Sender am 8. März einen Film des Reporters Joost van der Valk über den Rechtspopulisten Geert Wilders aus. Titel: „Holland in Not“.
 

Wilders soll „häufig“ das israelische Konsulat besucht haben
Im letzten Drittel des Films wird suggeriert, hinter dem Islamhass von Geert Wilders würden die Juden stecken. Wilders’ Großmutter sei Jüdin gewesen, seine Frau sei Jüdin, er habe als junger Mann ein Jahr in Israel gelebt und würde auch heute „häufig“ das israelische Konsulat besuchen. 


Ein israelischer Extremist namens Chaim Ben Pesach bekennt sich als Bewunderer des Populisten, die proisraelischen amerikanischen Juden Daniel Pipes und David Horowitz werden als Unterstützer genannt. Wilders wird mit Kippa vor der Klagemauer in Jerusalem gezeigt, sein Gesicht wird vor einer israelischen Fahne montiert.
 

Zwar behauptet der Film nirgends ausdrücklich, Wilders sei Agent des Zionismus. Das überlässt er dem Prediger Scheich Khalid Jasin, der als „muslimischer Lehrer“ vorgestellt wird. Jasin ist bekannt als Hetzer gegen Juden und andere Ungläubige, gegen Homosexuelle und so weiter. 

Als der Wilders-Film vor sechs Jahren in der – nun ja – BBC gezeigt wurde, gab es gegen den Auftritt des Hasspredigers Proteste, sodass sich der britische Staatssender verpflichtete, die entsprechenden Stellen zu ändern.

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