Samstag, 30. Dezember 2017

31.12.2017 - Wo sind sie?




Europäische Kulturen
In den Opern-Häusern bei uns (in Stuttgart, Mannheim oder Karlsruhe …oder gar Paris oder auch Wien) sehe ich nie Araber (oder auch Türken und andere Muslime, etc.) oder Schwarze ... auch keine langen Mäntel bei Frauen, keine Kopftücher, aber Asiaten in Massen ... In den Übertragungen bei ARTE oder 3SAT aus New York oder Paris - auch keine Schwarze oder Mudslime ...Warum wohl? Mögen Sie keine europäische (hoch subventionierte) Kultur? Aber auch in den Orchestern, bei den Sängern oder bei den Dirigenten sehe ich keine Schwarze oder Muslime … aber sehr viele Asiaten aus China, Japan und auch Russen und Israelis etc. Traurig eigentlich ... Wie sagte ein Freunde: Europäische Opern sind Kopftuch-freie Veranstaltungen ...

30.12.2017 - Zufall


Barbier von Sevilla
Ich bin durch Zufall bei Arte auf die Ausstrahlung am Freitagabend gestoßen. Ich kenne die zwei Opernhäuser in Paris:  Opéra National de Paris (Opéra Garnier) und Opéra Bastille am Place de la Bastille.

Aber die Opernaufführungen im Théâtre des Champs-Elysées (einem Jugendstil-Haus) kannte ich nicht. Ich habe auch noch nie etwas von dem Orchester Cercle de l'Harmonie unter der Leitung vom Dirigenten Jérémie Rhorer.

Ich schaute also bei ARTE in die Aufführung kurz rein – und wollte zehn Minuten anschauen, dann weg ... zu modern etc.

Ich blieb bis 0:30 Uhr – bis zum Schluss und war völlig begeistert...
Eine Inszenierung voller Ironie, auch in der Musik den wunderbaren Belcanto (italienisch, bel canto, „schöner Gesang“) ironisch Übertreibungen mit perlenden Arien ... so wie die Geschichte von dem reichen alten Mann und dem Waisenkind und dem verliebten Grafen.

Ich habe gestern nochmal in meine anderen Inszenierungen reingeschaut ... die deutschen Inszenierungen sind
immer gierig nach genau-akademischer Akademie-Musik ...  das ist in Italien und Frankreich anders. Dort spielt in erster Linie die schöne Tradition eine Rolle.

Und der junge französische Dirigent Jérémie Rhorer ist dafür bekannt ... habe ich nachgelesen ... ich hatte über den schon gelesen ... aber es hat nicht interessiert ... jetzt – nach dieser wunderbaren Oper – bin ich hemmungslos begeistert.

Der Zufall, der Zufall ... ich war schon ein wenig traurig ... wegen des Jahresende, etc. …

Diese Inszenierung (mit deutschen Unterzeilen) kann bei ARTE – Mediathek ... verfügbar: vom 29. Dezember 2017 bis zum 15. Juni 2018 ... anschauen ... im Fernsehgerät oder im Internet im PC etc.


Freitag, 29. Dezember 2017

29.12.2017 - Verfolgungen

Keine oder eine Religionen

Gottseidank kann heute jeder Mensch sich entscheiden… in Europa … gegen eine Religion, bei der er noch Mitglied ist, die ihm nicht entfällt … einfach austreten … einer anderen Religion suchen, die ihm besser gefällt … oder es bleiben lassen … das mit der Religion. Ohne verfolgt zu werden, ohne Strafe fürchten oder ins Gefängnis zu kommen. In Europa - oder USA, Kanada, Australien ...
 

Es war einmal … In Deutschland sind die Religionen nicht sicher – das war bei den Nationalsozialisten im Deutschen Reich oder auch bei Kommunisten in der DDR. Entweder der braune Antijudismus oder der rote Zionismus … und das war von Russland,  Skandinavien, Benelux, über Balkan, Mittelmeer-Ländern wie Griechenland, Italien und Spanien oder Portugal so. Und teilweise jetzt noch...
 

In Europa ist der Hass auf die Muslime dazu gekommen – und der islam-europäischer Antisemitismus - und in muslimischen Ländern der Hass auf Christen und Juden …
 

Aber sind nicht auch antireligiöse Bewegungen vorhanden - nicht gewalttätig, aber… grundsätzliche Bewegungen gegen Christen, Juden, Muslime, etc. …
Nach 2.000 Jahren der religiösen Unterdrückungen mit ihren brutalen Verhören, Folterungen, Totschlag, Hinrichtungen, Verstümmelungen … sind diese antirelgiöse Bewegungen durchaus verständlich.
 

Vor allem die Orden der Dominikaner und Franziskaner waren aktiv bei der Inquisition – und bei den Protestanten waren es die Prediger und Pfarrer, die verfolgten … siehe Luther, Zwingli oder Calvin und andere blutige Prediger … gegen Menschen, die anders denken und handeln als sie …

Mittwoch, 27. Dezember 2017

27.12.2017 - Don Alphanso




"... Ich bekomme schon mit, dass draußen, im Norden, in den großen Städten, die Rotationsmaschinen rattern und die Server brummen, weil es die Zeit ist, in der man soziale Ungleichheit beklagt: Immobilien werden teurer und für meine Kollegen weniger erschwinglich. Jeff Bezos wird reicher, weil meine Kollegen bei Amazon bestellen und nicht beim Buchhandel kaufen. Ulf Poschardt muss vorgeführt werden, weil er die wohlfeile Moral der mit der Migrationskrise reich gewordenen, staatsnahen Religionspfründe-Inhaber mit ihren Zwangsabgaben, Konkordaten.

Milliardenvermögen und teuer verkaufter Macht der Sessel in den Medienaufsichtsbehörden ein wenig billig findet. Vom Norden, wo die Lichtverschmutzung am Horizont eine ewige Dämmerung erzeugt, kommen die Störgeräusche mit dem Internet, aber es ist wirklich die letzte Quelle des Lärms, und man kann sie hier ganz einfach abschalten. Einer wie ich hat in der Welt der anderen eigentlich keine Existenzberechtigung, warum sollte ich ihnen bei mir eine Lärmberechtigung geben?

Ich lächle lieber, weil mein Buch nicht aus dem Spanischen, sondern aus dem Katalanischen übersetzt ist, in der Sprache der Spalter und Aufrührer, die sich nicht mit einem scheinsolidarischen Schicksal mit Spanien abfinden wollen. Viele werden das nicht gerne hören, aber ausnahmsweise sage ich es in die Nacht hinein: Die Solidarität, die so viele so hoch leben lassen, muss immer aufs Neue bewiesen werden, sie steht nie für sich, sie ist ein unabsehbar teures Versprechen auf Ewigkeit, dessen Bruch einem auch ewig angekreidet wird.

Denn, wie manche so moralisch schön sagen, es gibt bei ihnen keine Obergrenze für Menschlichkeit. Meines Erachtens ist es ein wenig anders, Menschlichkeit bedeutet nun mal, dass sie menschlich ist, und alles Menschliche hat seine Grenzen: Wenn mir dieses begrenzt Menschliche ohnehin angekreidet wird, weil ich irgendwann nicht mehr kann und mir ein Video mit einer zusammengeschlagenen Rentnerin, die auch meine Verwandte sein könnte, zu nahe geht, wenn ich nicht finde, dass ich mir zu Weihnachten etwas von einem Pfarrer oder einem Erziehungsjournalisten anzuhören habe: Dann fahre ich vermutlich besser, wenn ich von Anfang an betone, dass meine menschlichen Privilegien zuerst einmal keine Obergrenze haben sollten. Mit der Kuchengabel aus Silber fängt es an, mit der Meinungsfreiheit, oder hier eben, Schweigefreiheit und Anhörfreiheit, hört es auf. ..."