Schlepper und ihre Gutmenschen
Vor allem deutsche Aktivisten waren
Behörden und einigen Medien schon 2015/16 durch Aktionen in
„Flüchtlingslagern“ auf griechischen Inseln aufgefallen. Nun hat
Oberstaatsanwalt Carmelo Zuccaro in Sizilien Ermittlungen zu den
mutmaßlichen Verbindungen zwischen Helfern und Schleppern eingeleitet.
„Flüchtlingsboote“ würden unter anderem durch Lichtsignale in Richtung
der Retter gelotst, über Telefongespräche zwischen Schleppern und
Aktivisten gäbe es Erkenntnisse.
Rund 36.000 Migranten sind 2017 übers Mittelmeer gekommen, 44 Prozent mehr
als 2016; mindestens 1.000 sind dabei ums Leben gekommen (the
International Organization for Migration, IOM). Zuccaro sagt, dass bis
zu 250.000 Migranten an Italiens Küsten ankommen könnten, wenn es in
diesem Jahr so weitergeht. Die EU-Grenzagentur Frontex spricht von einem
Taxi-Service von Schleppern und bestimmten NGOs.
Die italienischen
Tageszeitung La Stampa berichtet, es gebe „direkte Kontakte zwischen
einigen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Menschenhändlern in
Libyen“. Italienische Oppositionspolitiker verlangen Auskunft über die
Finanzquelle solcher NGOs. Italiens Premier Paolo Gentiloni lobte die
Arbeit von NGOs, bekräftigte aber, dass die Behörden genau hinschauen
müssten.
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