Dienstag, 25. April 2017

24.04.2017 - Naivität?

Das Bekenntnis der EU zur Demokratie ist hauchdünn. Ihr Enthusiasmus für bevormundende Politik offenbart die autoritäre Grundhaltung dieses technokratischen Regierungsapparats. Heutzutage gleichen sich die „linke“, die EU befürwortende politische Elite und die traditionelle „Rechte“ in ihrer Verachtung demokratischer Entscheidungsfindung. 

Jürgen Habermas, einer der führenden politischen Theoretiker Deutschlands, verkörpert dieses „pro-europäische“ Denken. Er ist ein lautstarker Unterstützer des Kosmopolitismus und verunglimpft die nationale Souveränität. Habermas behauptet, dass nationale Wählerschaften die „Domäne des Rechtspopulismus“ seien und verurteilt sie als „Karikatur nationaler Makrosubjekte, die sich gegeneinander abkapseln“.
 

Das Misstrauen der EU gegenüber der repräsentativen Demokratie beruht hauptsächlich auf vier Annahmen. Erstens wird unterstellt, dass den Menschen nicht zugetraut werden könne, sich für eine Politik zu entscheiden, die die Gesellschaft erhält und weiterbringt. Zweitens wird behauptet, es bestünde ein wesentlicher Zielkonflikt zwischen Demokratie und Effizienz, und dass Effizienz in Krisenzeiten wichtiger sei als Demokratie. 

Drittens wird davon ausgegangen, dass Regierungen (insbesondere demokratische) nicht die Fähigkeit besitzen, mit den zentralen Problemen der heutigen globalisierten Welt umzugehen. Viertens wird angenommen, dass wirklich demokratische Prozesse aufgrund der Naivität der Wähler den „Rechtspopulismus“ begünstigen würden.

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