Sonntag, 16. April 2017

14.04.2017 - Franziskus

"... Während Benedikt kirchliche Dogmen und deren Wahrheiten als Dämme gegen die Relativierungen des Zeitgeistes verteidigte, scheint Franziskus eher an Lockerungsübungen inter­essiert zu sein. 

Dabei sollte doch heutzutage mehr als je das Wort des britischen Schriftstellers G. K. Chestertons gelten: «Die katholische Kirche ist die einzige Sache, die den Menschen vor der erniedrigenden Sklaverei bewahrt, ein Kind seiner Zeit zu sein.»
 

Franziskus scheint diese Erniedrigungen nicht zu sehen. Er ist der Mann des Volkes, salopp, drastisch, oft unüberlegt. Zur Erziehung von Kindern weiss er, dass Prügel durchaus hilfreich sein können, solange man «nicht ins Gesicht» schlägt. Den Katholiken empfiehlt er, sich nicht zu vermehren wie Karnickel. Auch was das Lebensrecht der Ungeborenen angeht, sieht er die Dinge nicht so eng: Kürzlich durfte der Abtreibungspropagandist Paul Ehrlich im Vatikan auf einer Veranstaltung für seine Sache werben.
 


Auch anderen liberalen Anliegen, wie etwa dem Priesteramt für Frauen oder der Aufhebung des Zölibats – heimlichen Lieblingsprojekten des linkslastigen deutschen Episkopats und der glaubensmüden deutschen Katholiken –, scheint er nicht abgeneigt zu sein. Zur Frage der Homosexualität sagt er: «Wer bin ich, ein Urteil darüber zu fällen?» Wer sonst?, möchte man fragen. 

Seine Vorgänger haben es selbstverständlich getan, so wie es auch der ­katholische Katechismus unmissverständlich tut: Nicht die Veranlagung ist Sünde, aber die Ausübung, egal, wie die permissive Gesellschaft das nun wieder findet. ..."

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