Revolution als verbrecherischer Putsch
Die Geschichte, wie Lenins Bolschwewiki als Diebe an die Macht kamen, bleibt unbegreiflich. Der Putsch heißt Revolution, um ihn zu adeln. Dass Deutschland Lenin nach Russland brachte, zeigt den Unterschied zwischen Taktik und Strategie. Als die Druckerpressen im Londoner Büro des J. E. Burghard Verlags Mitte Februar 1848 langsam anrollen, ahnt keiner der Mitarbeiter, dass da ein Buch entsteht, welches die Welt für immer verändern wird. Für sie ist das „Kommunistische Manifest“, geschrieben von einem Deutschen namens Karl Marx, nur ein Auftrag wie jeder andere. Dass die 23 Seiten das Drehbuch für den größten Raubzug aller Zeiten sind, sieht man ihnen nicht an. Obwohl es schon gruselig losgeht: „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus.“
Die ersten Warnungen vor der neuen politischen Theorie hatte es schon fünf
Jahre zuvor gegeben, am Ende des ersten großen Kommunisten-Prozesses, 1843 in Zürich – gegen den wandernden Schneidergesellen Wilhelm Weitling. Dieser erste „Theoretiker des Kommunismus“ hatte das Heilsversprechen zu Papier gebracht:
„Jede Familie wird das Recht auf eine geräumige Wohnung mit der vollständigen Einrichtung und einen Garten haben. Außer den kleinen Familiengärten, welche jede Familie nach ihrem Geschmack einrichtet, gibt es noch einen großen gemeinschaftlichen Garten, dessen Früchte für den Nachtisch bestimmt sind. Der allgemeine Wohlstand, die Ergiebigkeit der Ernten, die Produkte des Klimas, so wie der Geschmack der Bewohner bestimmen die Wahl der Speisen und den Über uss der Tafel.“ (Tichy)
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