Knete
Das Verhältnis der Grünen zur Nutzung von Steuermitteln war schon immer
von einer ausgeprägten Lockerheit, man könnte auch sagen Unverfrorenheit
geprägt. In ihren rebellischen Anfangsjahren sprachen sie von
„Staatsknete“, an die es egal wie ranzukommen gelte, um eigene Pläne,
Vorhaben und Projekte zur Rettung der Umwelt und der Menschheit oder zur
Unterstützung von Minderheiten zu finanzieren. Inzwischen ist dieser
Begriff aus dem grünen Wortschatz verschwunden, nachdem die Partei
mitsamt ihren Funktionären Teil des politischen Establishments geworden
ist. Das heißt aber nicht, dass die damit verbundene Mentalität
verschwunden wäre. Lediglich das „Wording“ hat sich dem üblichen
politischen Sprachgebrauch angepasst und somit geändert. Grüne haben
inzwischen gelernt, dass es unverfänglicher und für sie lohnender ist,
das Abgreifen von Steuermitteln für sich selbst und die eigene Klientel
nicht durch einen zu saloppen Sprachgebrauch bei anderen
Bevölkerungsgruppen in Misskredit zu bringen.
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