Montag, 23. Oktober 2017

23.10.2017 - Korrekt

Korrekter Journalismus
"Jimmy ist acht Jahre alt und ein Heroinabhängiger der dritten Generation, ein frühreifer kleiner Junge mit rotblondem Haar, samtig braunen Augen und Nadeleinstichen, die wie Sommersprossen die babyzarte Haut seiner dünnen braunen Arme überziehen." So beginnt eine Reportage von Janet Cooke, die im September 1980 in der "Washington Post" erschien - und die Zeitung in eine schwere Glaubwürdigkeitskrise stürzte.
Denn das drogensüchtige Kind, dessen vermeintliches Schicksal eine Welle des Mitleids auslöste, gab es in Wirklichkeit gar nicht. Erst als Cooke für ihre Story den renommierten Pulitzerpreis erhalten sollte, brach ihr Lügengebilde zusammen.

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