Donnerstag, 29. Juni 2017

29.06.2017 - Naturvorbehalt

Brian Kinney in QUEER AS FOILK: "Es gibt zwei Sorten von Heten auf dieser Welt: Die einen hassen dich und sagen es dir ins Gesicht, die anderen hassen dich hinter deinem Rücken."

Ehe für alle (Efa)...Es ist durchaus unklar, ob eine Etablierung der „Ehe für alle“ eine entstigmatisierende Wirkung für den Kern des Konflikts, nämlich für die gleichgeschlechtliche Liebe bewirkt oder im Gegenteil von dieser zentralen kulturellen Frage ablenkt und sie bloß administrativ-gesetzgeberisch überdeckt (eine Frage der Wirkungsforschung, wenn man so will, deren Ergebnisse freilich für sich genommen noch nicht gegen diese Ehe sprächen). Wie viele der befragten Deutschen mögen die „Ehe für alle“ befürworten und dabei trotzdem auf die eine oder andere Weise den tief in unserer Kultur verankerten Naturvorbehalt gegen die Homosexualität teilen? (FAZ)



Ole von Beust in der ZEIT: "So ist eben der gesellschaftliche Wandel. Man kann jetzt darüber diskutieren: Was ist konservativ? Form oder Inhalt? Es gibt doch nichts Konservativeres als die Ehe. Man geht die Verpflichtung zu einer dauerhaften Bindung und zur Verantwortung ein. Nebenbei ist es für den Staat lukrativ: Das Risiko, dass er in Notlagen einspringen muss, wird kleiner. Nun kann man sagen: Es widerspricht dem konservativen Ansatz, das auch gleichgeschlechtlichen Paaren zu ermöglichen. Aber ich würde da immer sagen: So what?! Der Anteil der homosexuellen Ehen im Vergleich zu herkömmlichen Ehen liegt bei 0,2 oder 0,3 Prozent. 99,7 Prozent der Ehen sind normale Ehen. Die Gesellschaft wird dadurch nicht verändert oder erschüttert."





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