Brian Kinney in QUEER AS FOILK: "Es gibt zwei
Sorten von Heten auf dieser Welt: Die einen hassen dich und sagen es dir
ins Gesicht, die anderen hassen dich hinter deinem Rücken."
Ehe für
alle (Efa)...Es ist durchaus unklar, ob eine Etablierung der „Ehe für
alle“ eine entstigmatisierende Wirkung für den Kern des Konflikts,
nämlich für die gleichgeschlechtliche Liebe bewirkt oder im Gegenteil
von dieser zentralen kulturellen Frage ablenkt und sie bloß
administrativ-gesetzgeberisch überdeckt (eine Frage der
Wirkungsforschung, wenn man so will, deren Ergebnisse freilich für sich
genommen noch nicht gegen diese Ehe sprächen). Wie viele der befragten
Deutschen mögen die „Ehe für alle“ befürworten und dabei trotzdem auf
die eine oder andere Weise den tief in unserer Kultur verankerten
Naturvorbehalt gegen die Homosexualität teilen? (FAZ)
Ole von Beust in der ZEIT: "So ist eben der gesellschaftliche Wandel. Man
kann jetzt darüber diskutieren: Was ist konservativ? Form oder Inhalt?
Es gibt doch nichts Konservativeres als die Ehe. Man geht die
Verpflichtung zu einer dauerhaften Bindung und zur Verantwortung ein.
Nebenbei ist es für den Staat lukrativ: Das Risiko, dass er in Notlagen
einspringen muss, wird kleiner. Nun kann man sagen: Es widerspricht dem
konservativen Ansatz, das auch gleichgeschlechtlichen Paaren zu
ermöglichen. Aber ich würde da immer sagen: So what?! Der Anteil der
homosexuellen Ehen im Vergleich zu herkömmlichen Ehen liegt bei 0,2 oder
0,3 Prozent. 99,7 Prozent der Ehen sind normale Ehen. Die Gesellschaft
wird dadurch nicht verändert oder erschüttert."
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