Religionskritik und Amtskirchen haben
etwas gemeinsam. Beide fallen gerne hinter einen erreichten Reflektionsstatus
zurück. Tertullians „Credo, quia absurdum est“ (“Ich glaube, weil es
unvernünftig ist“) wird unter Wert gehandelt. Gottes Sohn ist sterblich.
Zumutungen erscheinen heute nicht mehr zumutbar. Die Radioandachten der
evangelischen und der katholischen Kirche morgens um 6:35 Uhr im
Deutschlandfunk bezeugen eine bestürzende Einfalt. Es wäre eine groteske Überschätzung,
traute man diesen Tönen zu, die Welt zu spalten. Der TV-Sendung (“Spaltet Religion die Welt?“) beschwört zudem die Idee
einer einigen Welt, die nicht einmal als fromme Wunschvorstellung ernst
genommen werden könnte ...
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