Milo Yiannopoulos ist so etwas wie der Posterboy der Alt-Right-Bewegung.
Der britische Journalist mit dem wasserstoffblonden Haar und schrillen
Outfits provoziert mit anti-feministischen und anti-rassistischen
Texten.
Um die Person Milo Yiannopoulos beurteilen zu können, sollte man
sich sein eigenes Bild über ihn machen. Auf youtube finden sich z.B.
die Videos der "dangerous faggot"-Tour in denen Milo an amerikanischen
Universitäten auftritt.
Seine Rhetorik, sein Humor, sein Sarkasmus
- genial. Er testet die Grenzen der Meinungsfreiheit aus und findet
sich nicht damit ab, dass andere Tabuthemen festlegen. Ob Feminismus,
Islam, Political Correctness - Milo spricht unangenehme Wahrheiten
einfach aus. Von wem sonst kann man so dezidierte Kritik an der
Diskriminierung und Verfolgung Homosexueller in islamischen Ländern
gehört?
Keiner muss Milo Yiannopoulos mögen oder ihre Ansichten gut
finden, aber sein Wirken bereichert den öffentlichen Diskurs enorm und
zeigt, welche Kraft in offen gelebter Meinungsfreiheit steckt. Einer wie
Milo würde unserem verschlafenen, überkorrekten Deutschland verdammt
gut tun. Im Gegensatz zu den britischen Fernsehsender, auf denen er
regelmäßig erschien. Dabei spricht fließend Deutsch. Schade, sehr
schade!
Das Spektakel würde ich gerne sehen. Er wäre der Fuchs im
Hühnerstall! Er liefert das saftige Contra zu dem heute hegemonial
gewordenen Linksliberalismus. Man muss schon blind auf beiden Augen
sein, um die Parallelen zu den erfolgreichen Linksprovokateuren der
siebziger und achtziger nicht zu erkennen - die wussten um und
triggerten erfolgreich die Pawlowschen Reflexe ihrer Gegner.
Yiannopoulos tut nichts anderes. Bösartig, gemein und aggressiv - klar.
Nur müsste mir mal jemand erklären, was man angesichts seiner reichlich
totalitären Gegner in der "progressiven" anglo-amerikanischen
Universitätslinken anders machen könnte?
Mit Gelassenheit, Rationalität
und Höflichkeit gegen aggressive Mobs, die mit Sprechverbot en,
Vortragsblockaden und nackter Gewalt unterschiedslos gegen jede/n
vorgehen, der ihre Ideen nicht teilt? Was Milo übrigens auch erfolgreich
herausgearbeitet hat - wie wenig es Liberalen und Linken schmeckt, wenn
die Methoden, mit denen sie selbst erfolgreich waren, nun gegen sie
verwendet werden.
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