Der hässliche Deutsche
Siebzig Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs
sind wir „wieder wer“, zeigen militärische Präsenz rund um den Globus.
Seit den Rettungspaketen für Griechenland erlebt der „hässliche
Deutsche“ ein Comeback. Doch niemand will es hier wahr haben. Man sieht
sich im Gegenteil als „das beste Deutschland, das wir jemals hatten.“
(Joachim Gauck) Ein Schwanken zwischen Zerknirschung und Größenwahn. Es
ist viel von „Führung“ die Rede. Dass Deutschland wieder eine Führungsrolle
übernehmen soll, darin scheinen sich fast alle Parteien einig zu sein.
„Deutschland ist die natürliche Führungsmacht in Europa“, so Polens
Außenminister Waszczykowski. Dass die deutsche Politik auch viel
Kopfschütteln erntet, wird einfach nicht wahrgenommen. Nach Jahren der
Demut wieder die alte blinde Selbstüberschätzung: Der 100%-Schulz
inmitten seiner sich selbst beweihräuchernden Parteigenossen. Das
minutenlange Beklatschen der „Retterin der freien Welt“. Die
„Weltkanzlerin“ und offene Befürworterin einer globalen, von den
Mächtigsten der Welt ausgerufenen, den Bürger entmündigenden globalen
Neuen Weltordnung. Die von ihr ständig im Mund geführten „westlichen
Werte“ klingen immer hohler. Helmut Schmidt hat die richtigen Worte
dafür gefunden: „Das propagandistische Beharren auf der Theorie der
Menschenrechte und zugleich in der Praxis oft das Gegenteil tun, das
verurteile ich.
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