Sonntag, 6. August 2017

06.08.2017 - Hässlich

Der hässliche Deutsche
Siebzig Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs sind wir „wieder wer“, zeigen militärische Präsenz rund um den Globus. Seit den Rettungspaketen für Griechenland erlebt der „hässliche Deutsche“ ein Comeback. Doch niemand will es hier wahr haben. Man sieht sich im Gegenteil als „das beste Deutschland, das wir jemals hatten.“ (Joachim Gauck) Ein Schwanken zwischen Zerknirschung und Größenwahn. Es ist viel von „Führung“ die Rede. Dass Deutschland wieder eine Führungsrolle übernehmen soll, darin scheinen sich fast alle Parteien einig zu sein. „Deutschland ist die natürliche Führungsmacht in Europa“, so Polens Außenminister Waszczykowski. Dass die deutsche Politik auch viel Kopfschütteln erntet, wird einfach nicht wahrgenommen. Nach Jahren der Demut wieder die alte blinde Selbstüberschätzung: Der 100%-Schulz inmitten seiner sich selbst beweihräuchernden Parteigenossen. Das minutenlange Beklatschen der „Retterin der freien Welt“. Die „Weltkanzlerin“ und offene Befürworterin einer globalen, von den Mächtigsten der Welt ausgerufenen, den Bürger entmündigenden globalen Neuen Weltordnung. Die von ihr ständig im Mund geführten „westlichen Werte“ klingen immer hohler. Helmut Schmidt hat die richtigen Worte dafür gefunden: „Das propagandistische Beharren auf der Theorie der Menschenrechte und zugleich in der Praxis oft das Gegenteil tun, das verurteile ich.

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