Eigentlich mögen wir Autos gar nicht – diese Statussymbole des
Kapitalismus. In der DDR war es besser, da musste man 15 Jahre warten
und hat dann auch nur einen harmlosen und sympathischen sozialistischen
Trabi bekommen. Aber würden wir offen sagen, dass wir Autos generell
nicht mögen, verstünden uns nur noch die wirklich Wissenden um Jürgen
Trittin. Deshalb lautet unsere neue Parole: Wir, die grünen
Unternehmensberater, wissen besser als alle Automanager in Deutschland,
wie die Zukunft des Autos aussieht. Na
und, wir haben vielleicht nur Sozialpädagogik oder Kulturwissenschaft
studiert, aber wir sind dennoch besser als alle diese Nieten von
deutschen Automanagern, auf deren Autos unverständlicherweise die
Menschen in Deutschland, China und überall auf der Welt reinfallen.
Losung: Wir retten die deutsche Automobilindustrie vor ihrer eigenen
Unfähigkeit!
Der Plan: Wir propagieren jetzt einfach mal das
Elektroauto, so wie wir früher Diesel als umweltfreundliche Alternative
gepriesen haben. Und wenn dann die Leute in einigen Jahren merken, dass
die Produktion der Batterien von Elektroautos viel umweltschädlicher ist
als ein Verbrennungsmotor, dann werden wir die ersten sein, die den
Feldzug gegen das Elektroauto anführen. Genau so, wie wir uns erst für
die Windkrafträder einsetzen und dann gegen die Stromtrassen
protestieren, die die Energie zum Verbraucher transportieren sollen. (Tichy)
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