Ilja Richter sagt, der Intendant Klaus Wagner sei ein unermüdliches Theaterpferd. Dem kann man als Beobachter voll zustimmen. Seit Wagner das Heilbronner Theater leitet, hat es Zuwächse, die es gleichberechtigt neben andere deutsche Stadttheater stellt.
Angetreten ist Wagner vor rund vier Jahren mit dem Leitsatz „Vielfalt und Überraschung“. Heute sagt er auch (beim Mai-Theater-Stammtisch): „Gewöhnung ist eine kulturelle Erfindung der Welt, keine bürgerliche Notwendigkeit. “ Wagner als Figaro des Theaters, der vieles auf einmal will, der Gegensätzliches - und sei es noch so weit von einander entfernt – verbinden möchte. Die ganze Welt auf die Bühne.
Was kommt bei diesem Biegen und Brechen heraus? Stücke von Brecht, Nestroy, Lessing, Tankred Dorst, Margarethe von Trotta oder Tennessee Williams, Philip King, Neil Simon für den Spielplan 1984/85. Deutsche Stadttheater-Durchschnittsware? Zum Teil. Das muß wahrscheinlich so sein, um in Heilbronn ein erfolgreiches Theater zu leiten.
Klaus Wagner will Provinztheater machen. Mit all seinen Stärken und Schwächen. Das ist ihm bisher gelungen. Zuvor hatte Heilbronn einen Abklatsch davon. Ein Schelm, der jetzt Schlechtes dabei denkt. (JDU)
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